Herz Jesu Köllerbach – Geschichten undGedichte für die Seele – Rückblick auf Lesung mit Helga Koster – 11.02.2016

„Wir sind für andere Menschen Leuchtspuren.“ „Worte fallen wie Sterne in den Schoß.“ Dies spürten die ZuhörerInnen in den Gedichten, Geschichten und Märchen, die Helga Koster zur Lesung in der KÖB Herz Jesu einfühlsam vortrug. Wie mit Seidenfäden wurden wir eingewoben in eine Welt mit verborgenen Sehnsüchten und Wünschen.
Bewegend und einfühlsam erzählt die Autorin vom Mönch auf der Suche nach Lebenssinn und vom Delphin, der seine Kinder vermisst. Beide finden Erfüllung in ihrer Suche. Das Lächeln des Delphins geht nie mehr verloren. Hannah lernt aus der Natur, dass Zeit nicht zu kaufen sondern nur zu genießen ist und der kleine Ernst auf der Wolke erkennt den Regenbogen als Hoffnungssymbol.
„Fast wärst du ein Komet geworden, jetzt bist du mir Schnuppe“ oder „Ein Diamant verliert einiges, bis er zu strahlen beginnt“ zeigen den Spannungsbogen zwischenmenschlicher Beziehungen, die der Autorin am Herzen liegen.
Im Märchen „Der kleine hässliche Vogel, der so schön sang“ wird der Vogel nur seiner Stimme wegen immer wieder zur Höchstleistung aufgefordert und hat kaum Zeit, sich zu erholen. Eine Seidenspinne erbarmt sich seiner und spinnt ihm den Faden vom Schnabel in sein Vogelhaus. Dort kann er sich erholen; befreit singt seine Lieder und wird immer schöner.
In ihren Aphorismen mahnt Helga Koster die Menschen „Warum bleibe ich nicht, wenn ich bei mir bin“ und tröstet sie „Wenn wir lieben, bleibt die Zeit stehen, auch wenn wir dabei älter werden.“ „Leer und ausgebrannt liege ich am Boden und knirsche mit den Zähnen, bis meine Hoffnung den Schluckauf bekommt.“ Flüchtlinge und Weihnachten vertiefen sich in „Gebt den Kindern Brot. Wir brauchen keinen Champagner. Worauf trinken wir? Auf das Kind in der Krippe!“ – Reich beschenkt dankten alle Helga Koster für diesen berührenden Nachmittag.


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